Zu Hause

Schwitzen wie noch nie

Bene-was?

Warum mir der Schweiß nur so vom Körper rann.

Das hab ich allerdings auch selten! Meine Taekwondo-Trainerin leitete mir eine E-Mail weiter mit dem Aufruf nach Freiwilligen, die beim Benefietsen spinnen möchten. Mein erster Gedanke war: Hä? Angemeldet habe ich mich dann trotzdem – um zu schwitzen wie noch nie!

Spinning ist ein fancy Wort für Radfahren. Aber nicht draußen bei Wind und Wetter, sondern drinnen auf fest installierten Rädern. Üblicherweise im Fitness-Studio unter Anleitung. Das Event wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ausgerichtet. In der Markthalle Acht in Bremen wurden 50 Spinning-Räder aufgebaut. Freiwillige konnten drei Stunden lang strampeln, wenn sie denn durchhielten. Mit der Aktion sollten Spenden für die Bremer Sportstiftung gesammelt werden. 5000 Euro kamen dann auch zusammen.

Spinning kannte ich nur vom Hören.

Auf so einem Rad hab ich noch nie gesessen. Nachdem ich rausgefunden hatte, wo ich den Trittwiederstand einstellen musste, konnte ich auch dem Anleiter folgen. Na ja, ich hab es versucht. Es hat nicht mal eine viertel Stunde gedauert, da war ich schon nass von Kopf bis Fuß. Beim Taekwondo wärmen wir uns langsam auf und steigern uns dann. Am Ende der anderthalb Stunden bin ich auch durch bis auf den Gürtel, aber irgendwie schafft mich das nicht so. Die drei Stunden bin ich dann auch nicht durchgestrampelt. Nach etwas mehr als einer Stunde hat es mir gereicht.

Mein erstes Mal auf so einem Spinning-Rad.

Etwas überrascht war ich aber doch, wie lange unser Innensenator durchgehalten hat. Bislang war er mir nicht als der sportlichste unserer Politiker aufgefallen. Dass unser Bürgerschaftspräsident, der auch mitgestrampelt ist, kein Problem mit dem Intervalltraining hatte, war dagegen weniger überraschend.

Das Schöne an der Sache war, dass es der Anleiter einem nicht krumm genommen hat, wenn man seinen Ansagen nicht immer folgte. Oder schon früher mit dem Intervall abbrach. Oder den Trittwiederstand wieder runter drehte. Es sollte im Grund ja auch für den Spaß sein. Ich hab dadurch einen neuen Sport kennengelernt. Den würde ich bei Events wie diesem bestimmt auch wieder tun. Für das wöchentliche Training reichen mir Taekwondo und Yoga.

Mit den Spenden soll der Leistungssport in Bremen gehalten werden.

In Bremen gibt es in verschiedenen Spotarten durchaus guten Nachwuchs. Den will die Sportstiftung fördern. Außerdem sollen in der Hansestadt Bedingungen geschaffen werden, die den Nachwuchs veranlassen, auch hier zu bleiben.

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